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Tetanus-Erkrankung beim Hund

Warum es so wichtig ist, sein Tier und dessen Verhaltensweisen zu kennen!

Der Dackelmann auf dem Foto ist unser kleiner Enzo. Kurz nach unserem Österreich Urlaub ist der kleine Kerl an Tetanus (Wundstarrkrampf) erkrankt. Eine Krankheit, an der Hunde eigentlich so gut wie nie erkranken und wofür es für Hunde auch keine passende Impfung gibt — für Menschen und Pferde hingegen schon.

Glücklicherweise sind uns seine Verhaltensveränderungen innerhalb weniger Tage aufgefallen. Nach einer ausführlichen neurologischen Untersuchung mit Kernspin und Hirnwasseruntersuchung konnte eine andere neurologische Erkrankung weitestgehend ausgeschlossen werden.

Die Krankheit

Bei Tetanus handelt es sich um eine sehr langwierige und gefährliche Infektionskrankheit, die nicht selten zum Tod führt. Entscheidend ist ein schnelles Erkennen und eine entsprechend richtige Behandlung. Ausgelöst wird sie durch ein Bakterium Clostridium tetani und eine innerliche oder äußerliche Verletzung (bereits ein Kratzer reicht aus) über die das Bakteriums in den Körper gelangt.

Die Bakterien entwickeln dann ein Toxin, das über Nervenbahnen ins Rückenmark und Gehirn gelangt und dort die Funktion bestimmter Nervenzellen schädigt. Lähmungen und Muskelkrämpfe sind das Ergebnis. Sprich: Unbehandelt wird die Nahrungsaufnahme und das Atmen irgendwann unmöglich.

Enzos Symptome

Welche Veränderungen haben wir bei Enzo wahrgenommen?

  • Augen verdrehen — zu Beginn am auffälligsten
  • Täglich steigende Empfindlichkeit gegenüber bzw. Vermeidung von Licht & Geräuschen — Enzo verließ den Raum, wenn es lauter wurde und kniff die Augen leicht zusammen, wenn es hell wurde.
  • „merkwürdiger“ Gang — Probleme beim Treppensteigen, schwanken zur Seite
  • eine Art Husten — Röcheln war immer wieder zu hören
  • Veränderung der Nase — nicht mehr so schön rund, sondern nach außen spitzer verzogen
  • Veränderung der Ohrenstellung
  • Probleme bei der Essenaufnahme — lauteres Schmatzen als sonst

Bei diesen Veränderungen sprich man auch von „typischen“ Tetanus Gesicht bei Hunden. Man liest auch von dämonischen Grinsen, zu dem es bei Enzo zum Glück nicht kam.

Ausgang

Da wir innerhalb von fünf Tagen eine Diagnose hatten und so mit der Medikamentation schnell beginnen konnten, war Enzo nach drei Wochen für einem Leien äußerlich schon fast wieder der Alte. Nach nun sechs Wochen kommt er auch wieder mit ins Büro.

Ein nervenaufreibender Ritt, der nur durch hohe Aufmerksam gegenüber seinem Tier und das Glück, die besten Ärzte greifbar zu haben, so glimpflich ausgegangen ist.